Gesundheitsportal Karlstadt

Bis zur Schließung der geburtshilflichen Abteilung im Gesundheitsportal Karlstadt durfte ein Großteil unseres Kurses dort ein dreiwöchiges Externat absolvieren.
Dort konnten wir die Abläufe in einer kleinen geburtshilflichen Abteilung im Belegsystem kennen lernen. Belegsystem bedeutet, dass die dort tätigen Hebammen nicht im Krankenhaus angestellt sind sondern freiberuflich den Kreißsaal betreuen und die Tätigkeiten direkt mit den Krankenkassen abrechnen.
Unsere Tätigkeiten dort waren denen im Kreißsaal unserer Ausbildungsklinik ähnlich, jedoch durch das andere Schichtsystem und auch die geringere Geburtenzahl deutlich entspannter. So durften wir ambulante CTG-Kontrollen, Geburtsanmeldungen und natürlich Geburten betreuen. Darüber hinaus führten wir Schwangerenvorsorgen und auch Wochenbettbesuche in der Klinik durch. Letzter empfand ich als besonders angenehm, da so der Kontakt zu den Frauen, die ich unter Geburt betreuen durfte, auch nach der Geburt noch bestand und ich die ersten Tage der neuen Familie miterleben und unterstützen durfte.
Über die Arbeit im Kreißsaal hinaus begleiteten wir die Hebammen bei ihren Wochenbettbetreuungen und konnten diverse Kurse (u.a. Geburtsvorbereitung, Rückbildungsgymnastik, Babyschwimmen) besuchen und so einen Einblick in die vielfältige und abwechslungsreiche Arbeit einer Hebamme erlangen.

Kölner Geburtshaus

Zu Beginn des dritten Ausbildungsjahres durften wir in einem Geburtshaus oder einer Hebammenpraxis, die Haus- und Beleggeburten begleitet, ein weiteres dreiwöchiges Externat absolvieren. Hierbei sollten wir unsere Erfahrungen aus Karlstadt erweitern und vertiefen und jede konnte auf diese Weise herausfinden, ob sie nach dem Examen den Weg in die Freiberuflichkeit einschlagen möchte.
Ich habe mich für mein Externat im Kölner Geburtshaus verpflichtet und durfte die Hebammen Mariana, Teresa und Astrid bei ihrer Arbeit begleiten.
Leider habe ich in den drei Wochen nur eine einzige Geburt erleben können, dies war aber meine erste Wassergeburt und damit umso schöner! Aber Geburten sind ja nicht die einzige Tätigkeit einer Hebamme und so habe ich eine Vielzahl an Hausbesuchen im Wochenbett, Vorsorgeuntersuchungen und Erstgespräche begleiten können. Hierbei hat mir die Begleitung verschiedener Hebammen besonders viel gebracht, da ich verschiedene Charaktere und somit auch unterschiedliche Betreuungsmöglichkeiten kennengelernt habe.
Außerdem konnte ich auch hier verschiedene Kurse begleiten. So habe ich über die Kurse hinaus, bei denen ich in Karlstadt hospitierte, Einblicke in Schwangerenyoga, Babymassage und einen Geschwisterkurs (mit dem Abschluss Geschwister-Diplom) erhalten.