KU_2018-05 Geboren im Jahr 1980 im schönen Köln und somit eine echte Rheinische Frohnatur habe ich mein erstes Lebens-Vierteljahrhundert in Erftstadt, Kerpen und Frechen verbracht – und dann einen 3jährigen Abstecher ins ebenso schöne Aschaffenburg in Unterfranken gemacht. Zusammen mit meinem Mann und unserem Sohn bin ich aber nun endgültig in Erftstadt-Kierdorf sesshaft geworden.

Noch in der Schule habe ich ein Praktikum bei einer ortsansässigen Hebamme absolviert und für mich festgestellt: „Ja, das ist es, was ich gerne machen möchte!“ Doch oft kommt es anders als man denkt und so habe ich nach meinem Abitur zunächst einen Abstecher in die Informatik unternommen. Ein solider Beruf mit Zukunftsaussicht und vor allem geregelten Arbeitszeiten. Aber das allein sollte mich nicht glücklich machen … da blieb mir nach acht Jahren Dienst am Schreibtisch nur der berufliche Neuanfang. Zugegebener Maßen nicht ganz freiwillig, aber manchmal muss man eben zu seinem Glück gezwungen werden!

 

Dank der Unterstützung meiner Familie und meines Mannes habe ich den großen Schritt also gewagt, bin für 3 Jahre nach Aschaffenburg gezogen und als examinierte Hebamme im Herbst 2012 wieder ins Rheinland zurück gekehrt. Und eins kann ich aus tiefster Überzeugung sagen: Hebamme sein ist eine Berufung und ich bin mehr als froh, dieser folgen zu dürfen!

Im März 2016 haben mein Mann und ich unseren eigenen kleinen Bauchbewohner auf der Welt willkommen heißen dürfen … und auch als Hebamme ist man in erster Linie Mama und steht ebenfalls so manches Mal wie der sprichwörtliche “Ochs vor’m Berge”. Aber diese Erfahrungen haben meinen Hebammen-Horizont erweitert und werden sich in allen Bereichen meiner Tätigkeit nachhaltig wiederspiegeln.

Nach meiner Elternzeit bin ich zunächst in den Krankenhausdienst zurück gekehrt. So sehr mich die Begleitung werdender Eltern im Kreißsaal und auch der jungen Familien auf der Wochenbettstation mit Freude erfüllt, so sehr wurde der Schichtdienst zur Belastung für meine kleine Familie – und auch für mich.
Daher habe ich mich entschlossen, der Klinik den Rücken zu kehren und mich ab Herbst 2018 ausschließlich freiberuflich zu betätigen. So kann ich meine Zeit familienfreundlicher einteilen und zugleich Schwangere und Familien betreuen. Seit Frühjahr 2018 habe ich mich daher schon mit meinen Kolleginnen aus der Hebammenpraxis “Wickelkommödchen” in Kerpen-Horrem zusammen getan, die mir meine berufliche Umorientierung sehr angenehm gestalten und mich herzlich in ihrer Mitte aufgenommen haben!